Etwas, dass ich bei meinen Klienten ganz oft höre, ist:
„Ich vertraue mir nicht, wenn es ums Essen geht.“
„Ich vertraue mir nicht, dass ich weiß, was mein Körper braucht.“
„Ich kann dem Körper nicht vertrauen, dass er weiß, was für ihn gut ist. Wer weiß, vielleicht will er dann nur mehr Schokolade essen und ich nehme noch mehr zu.“

Und weil man sich nicht vertraut, geht man in die Kontrolle. Kontrolle ist der Gegenspieler von Vertrauen

Man kontrolliert, was man isst. Wie viel man isst. Wann man isst. Man kontrolliert sich mit Verzicht und Verboten. Und man versucht durch diese Kontrolle die ‚richtige Wahl’ zu treffen, um ein bestimmtes Ergebnis mit dem Körper zu erzielen.

Das richtige Essen. Die richtige Ernährung. Die richtige Ernährungsform. Und alles nur, um den richtigen Körper zu bekommen.

Sobald du beschlossen hast, dass es eine ‚richtige Wahl’ gibt oder einen ‚richtigen Weg’, den du finden oder einhalten musst, wird Vertrauen unmöglich und du trennst dich komplett von deinem Körper und der Kommunikation mit ihm ab. Von diesem Glaubenssystem hast du keine andere Möglichkeit, außer Angst, Frust, Selbstzweifel, Druck und Stress.

Indem man so eingenommen von dem Endergebnis ist (den perfekten Körper zu haben), sieht man den viel einfacheren Weg, der genau vor einem liegt, nicht.

Nämlich den Weg ohne Druck, ohne Stress, ohne Einschränkung – mit Leichtigkeit und Vertrauen.

Du kennst vielleicht die Analogie mit dem Fluss des Lebens.

Du kannst dich entweder mit dem Strom des Flusses tragen lassen und vertrauen oder du kannst dein Boot wenden und gegen den Strom paddeln.

Das eine erfordert überhaupt keine Anstrengung, das andere erfordert Kraft, Push und ist ziemlich frustrierend und ist das, was du bei einer Diät machst oder wenn du versuchst, dich mit Lebensmitteln einzuschränken.

Und um diese Geschichte noch ein bisschen weiterzuführen.

Stell dir vor, der Fluss hat unendlich viele Kanäle und Abzweigungen, die du erforschen kannst. Je neugieriger du bist, was du entdecken kannst, desto mehr Seitenwege öffnen sich dir. Und so treibst du ohne Anstrengung im Fluss weiter und bestimmst mit deinen Wahlen, die weder richtig noch falsch sind, die Richtung und Kanäle, die du entdecken möchtest.

Wenn du von dem Phantasiebild deines Körpers loslässt und dich davon verabschiedest, dass es so etwas wie eine richtige Wahl gibt oder ein korrektes Endziel oder Endergebnis mit deinem Körper, kannst du erst mit Leichtigkeit erforschen, was dich davon abhält, dich mit deinem Körper wohlzufühlen.
Was für ein Geschenk dein Körper ist. Welche Wünsche und Bedürfnisse dein Körper tatsächlich hat. Was es bedeutet, dir selbst zu vertrauen und deinem Körper zu vertrauen.

Du wirst dabei merken, dass es kein Endziel gibt.

Und du wirst auch merken, je mehr du dich mit dem verbindest, was du bist, je mehr du erforscht, was du im Leben möchtest, je erfüllter du innerlich bist, desto mehr bist du auch mit deinem Körper verbunden. Kannst seine Bedürfnisse klar wahrnehmen.
Was dich aus dem Kampf gegen den Strom ins Vertrauen bringt.

Wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel!

Wie kannst du mehr Vertrauen in dein Leben bringen:
1. Dich immer wieder von Endergebnissen mit Essen und deinem Körper lösen.
2. Deine Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment lenken und die Bedürfnisse deines Körpers im jeweiligen Moment wahrnehmen.
3. Dich selbst erforschen und kennenlernen und niemals aufhören neugierig zu sein.
4. Dankbarkeit für dich und deinen Körper ‚üben’.

 

Auf diesen Weg und diese Reise begeben wir uns wieder am 28.10. in meinem Mastermind, mit einer Gruppe an Frauen, die keine Lust mehr zu kämpfen hat, sondern viel mehr erforschen möchte, was in ihnen steckt.